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Grossmann erweitert Bahnhof Kehl
30.04.2010
Neues Bürogebäude schafft Raum für 80 weitere Arbeitsplätze
Der Bahnhof Kehl wächst. Seit Anfang April erledigen schwere Baumaschinen die Vorarbeiten für ein hochmodernes Bürogebäude im Westen des Areals. Zwischen Bahnhofsturm und altem Zollhof-Areal entsteht für rund zwei Millionen Euro ein dreigeschossiges Bürogebäude mit markant vorspringendem Dach, so Architekt Jürgen Grossmann, der Inhaber des Bahnhofsareals.
Das neue Bürogebäude verfügt auf drei Geschossen über 1250 Quadratmeter Bürofläche. Als Mieter stehen die Agentur für Arbeit und Euro-Info-Verbraucher eV bereits fest, über eine 250 Quadratmeter große Fläche wird mit einem potenziellen Mieter noch verhandelt. Das Gebäude besticht durch sein vorspringendes Dach und die Transparenz, die durch den Einsatz von viel Glas bei der Fassadengestaltung erreicht wird. Grossmann: „Hier entstehen richtig schöne Büroflächen, teilweise mit Blick auf den Rhein oder die Kehler Innenstadt." Das Gebäude ist klimatisiert und entspricht modernsten Anforderungen an Energieeffizienz und Ressourcenschonung. Zum 1. Februar 2011 wird das Gebäude bezogen.
„Durch den Umzug in größere und schönere Räumlichkeiten sind wir in der Lage, den Euro-Info-Verbraucher e.V. inhaltlich weiterzuentwickeln", sagt Dr. Martine Mérigeau, der Vorstand des Vereins, der auf eine gemeinsame Initiative der französischen Chambre de Consommation d'Alsace und der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg zurückgeht. Mérigeau: „Wir freuen uns, dass es so möglich ist, mit diesem Verein, der ja ein Symbol der deutsch-französischen Kooperation in Europa ist, am Standort Kehl zu bleiben. Für uns ist hier der perfekte Standort, um Europa konkret für die Bürger umzusetzen und erlebbar zu machen."
„Diese markante und beeindruckende Gestaltung des Bahnhofareals in Kehl und damit im Zentrum des Eurodistrikts steht auch für die Dynamik in unserer grenzüberschreitenden Entwicklung", sagt Landrat Frank Scherer.
Zeitgleich mit dem neuen Bürogebäude erweitert Grossmann auch sein Voxs-Restaurant am Bahnhof. Die Sonnenterrasse wird neu gestaltet und wächst von 80 auf 190 Quadratmeter. Der Eingang ins Voxs ist direkt auf den Bahnhofsvorplatz verlegt worden und führt künftig durch ein sechs Meter hohes Portal, das nachts von Fackeln illuminiert wird. Die größte Ändeurng ist aber die Erweiterung der Gasträume um rund 100 Quadratmeter. Auf dieser Fläche entsteht Raum für Veranstaltungen und Tagungen; morgens ist der Raum als Frühstücksraum für die Gäste des Design-Hotels Voxs vorgesehen. Voxs-Geschäftsführer Michael Braun: „Der neue Konferenzraum des Voxs öffnet sich mit seiner großen, mobilen Glasfront wunderschön zur neuen Terrasse hin und ermöglicht große Familienfeiern unabhängig von der Witterung."
Der Anbau ist städtebaulich sehr gelungen", kommentiert Kehls Oberbürgermeister Dr. Günther Petry die Pläne. „Damit ist der Ausbau des Kehler Bahnhofs aber noch nicht abgeschlossen", sagt Jürgen Grossmann. „Die Nachfrage ist so groß, dass bereits die Vorplanung für ein weiteres Gebäude läuft." Der Architekt betonte, dass er der Stadt für die gute Zusammenarbeit bei der Entwicklung des Bahnhofs ausgesprochen dankbar sei.
Den Kehler Bahnhof hat Jürgen Grossmann 2003 von der Deutschen Bahn erworben. Pünktlich zur Landesgartenschau 2004 waren Umbau und Modernisierung abgeschlossen. Seinerzeit bot der Bahnhof eine Nutzfläche von 2400 Quadratmetern und wurde hauptsächlich von Einzelhändlern und Gastronomen genutzt.
2009 ist der Bahnhof aufgestockt worden, seither beträgt die Nutzfläche rund 3000 Quadratmeter. Zugleich hat sich der Bahnhof von seinem Branchenmix her gewandelt. Immer mehr Bahnhofsflächen werden von Dienstleistern genutzt, bis zum Abschluss des jetzt begonnenen Erweiterungsbaus werden Dienstleister mehr als die Hälfte der dann 4800 Quadratmeter Fläche nutzen. Zuletzt haben ein Verlag und eine Bausparkasse im Bahnhof zusätzliche Büroflächen angemietet.
Damit steigt die Zahl der Arbeitsplätze im Bahnhof auf mehr als 200. „Der Bahnhof ist damit zu einem kleinen Gewerbepark geworden", sagt Jürgen Grossmann. „Über diese Entwicklung freue ich mich sehr."



